Curling - TTC Port auf Glatteis - Sa. 17.01.2026
Curling-Epos vom 17.01.2026 – oder: Wenn Steine Geschichte schreiben
Am 17.01.2026 war es nach einigen Jahren endlich wieder so weit:
Hans Tschannen stieg in den Keller hinab, holte die Steine hervor, schliff sie, polierte und ölte diese – und vermutlich sprach er auch kurz mit ihnen.
Der letzte dokumentierte Einsatz datiert laut Archiv Hans auf den 06.01.2021, selbstverständlich beim Curling Club Lyss, wo Legenden nicht altern, sondern reifen.
Dieses Jahr meldeten sich – wenig überraschend – nur die Besten der Besten an.
In epischer Aufstellung von links nach rechts:
Manuel, Rolf, Wolfi, Markus, Janine, Daniela, Yannick (kein "J", mit 2x"n" und "ck", gebt Euch Mühe), Schafi, Stoni, Lars, Yu, Terrier, Hao, Fox und Franz. (In der Loge waren Lorena und Elli)
Auffällig: Hans Tschannen, Mitbegründer des TTC Port, fehlt auf dem Bild.
Nicht verschwunden – nur wohl bereits wieder am polieren.
Nach knapp bestandener Schuhkontrolle (Schafi & Franz – wir drücken beide Augen zu) ging es in die wohlige 5 °C warme Halle, bei -2.7 °C Eis (für alle, die jetzt nicken).
Die Einführung erfolgte unter strenger, aber liebevoller Aufsicht zweier Curling-Meister aus Lyss.
Nach zweimaligem Pilonenschieben war klar: Jetzt wird’s ernst.
Stein, Besen, 45 Meter Bahn – alles bereit.
Teamaufstellung:
Team 1 (A-Team, selbsternannt):
Terrier, Stoni, Fox und … Hans
(Hans hatte die Steine persönlich in Schottland aus dem Fels gehauen und auf Ailsa Craig per Hand poliert.)
Team 2:
Manuel, Yu, Hao, Franz
Nach dem ersten End dann der Schock: 0:3 Rückstand für Team 1.
Manuel war derweil im Stress – schliesslich musste er sich gleichzeitig zwischen Besen, Stein und Kamera entscheiden.
Alles souverän gemeistert, versteht sich.
Im A-Team herrschte Nervosität.
Man sprach bereits von Sohlenwechsel, Besen-Neubezug und psychologischer Betreuung.
Dann geschah es.
Ein kalter Nebel zog über den Rink.
Aus ihm heraus glitt Hans – leicht schwebend, mit unbewegtem Blick, man meinte den Soundtrack von TopGun zu hören.
Der Chuck Norris des Eises war da.
Nach wenigen, scheinbar beiläufigen Steinbewegungen stand es plötzlich: 3:3.
Im dritten End zeichnete sich die Wende ab.
Fox platzierte Steine wie aus dem Lehrbuch.
Hans, nun endgültig Hans the Eisman, legte die Granitblöcke als perfekte Guards vor das 7-Foot-House.
Hao plante kurz einen Jump-Shot – wurde dann aber aus Sicherheitsgründen auf einen Take-out umberaten.
Doch das extrem schwere Eis (direkt aus Südgrönland eingeflogen, selbstverständlich) machte dem Plan einen Strich durch die Rechnung.
Am Ende siegte das A-Team – verstärkt durch Hans (the Chuck) – knapp, aber historisch mit 4:3.
Nun zum Team 3 und 4.
Curling sieht im Fernsehen deutlich einfacher aus.
Nur bei Wolfi hatte man kurz das Gefühl, hier stehe ein echter Profi auf dem Eis – bei allen anderen erinnerte es eher an eine Mischung aus Bowling, Eisstockschiessen und kontrolliertem Kontrollverlust.
Ein gesundes Mittelmass zwischen „Vollgas“ und „gar nichts“ zu finden, stellte sich als nahezu unmöglich heraus – und gelang eigentlich niemandem.
die das Eis bearbeiteten, als gäbe es kein Morgen.
Die letzten zwei Steine setzte Daniela dann auch gleich selbstbewusst ab – ganz ohne auf die gut gemeinten Anweisungen von Ehemann Küsu zu warten.
Führungskompetenz nennt man das.
Fazit: viel Gelächter, grosser Einsatz und akuter Bedarf nach einer Revanche.
Die Steine wurden zurück in den Keller gebracht.
PS die top scharfen Bilder sind von Manuel, vielen herzlichen Dank für die tollen Aufnahmen📸
Die Steine wurden zurück in den Keller gebracht.
Fürs Erste.
Man weiss ja nie.
Hopp Port🥌