, Tino Friso

Port III: erkämpft sich in einem Drama bis 22 Uhr ein spektakuläres 5:5 gegen Münchenbuchsee

Netzroller, Matchbälle und Ballwechsel auf Weltklasse-Niveau: Beim Heimspiel von Port III gegen Münchenbuchsee war alles dabei.

Liebe Freunde des gelben Filzballs … ähhhmmm … falsche Sportart … nochmals … liebe Freunde des kleinen Celluloidballs … ach das war vorvorgestern. Nun denn … liebe Freunde des 40+ Plastikballs (doch noch 😉).

Gerne mache ich noch einen Rückblick zum gestrigen Match von Port III gegen Münchenbuchsee.

Ufffff haben wir lange gespielt - bis 22.00 Uhr. Aber alles der Reihe nach …

Port III startete motiviert in den Abend und Urs Lüthi ist extra für eine optimale Vorbereitung zum Einspielen erschienen. 

Nach der ersten Einzelrunde kam dann die Ernüchterung und wir hatten quasi Münchenbuchweh. Hamdi trat gegen Dave an und hatte viel Pech und dies entlockte Mr. Arbi das ein oder andere Mal ein ironisches Lächeln. Die 0:3 Niederlage nahm er jedoch sehr sportlich und fair. Yannick durfte zuerst gegen Jörg ran und brachte sich in optimale Position für den Sieg. Beim Stand von 10:9 im 5. Satz zu Gunsten von Yannick, nota bene der vierte Matchball, wurden wir Zeugen eines spektakulären Ballwechsels. Dieser Ballwechsel erinnerte in der Qualität und Intensität dem letzten Ballwechsel zwischen Truls Moregard und Lin Shidong beim Europe Smash 2025. Leider konnte unser Porter Chopblockmeister diesen Punkt nicht für sich verbuchen und so bejubelte der Haslebacher diesen Ballwechsel ungewohnt lautstark … danach "isch dr Mischt quasi gcharlet gsi".

Tino konnte seine 2:0-Satzführung nicht ins Trockene bringen und musste sich Linus in fünf Sätzen geschlagen geben.

Zweite Runde (aufgeben ist keine Option):

Yannick hatte gemäss eigenen Angaben gegen Dave stets alles im Griff. Man musst nur klug spielen gegen Dave, dann ist der Sieg gewiss. 😉

Tino trat in dieser Runde gegen Jörg an und schaffte mit einer kämpferischen Leistung den ersten Karrieresieg gegen ihn. Historisches lag also in der Luft und eine weitere sensationelle Leistung von Mr. Arbi! Dieser setzte gekonnt seine Fähigkeiten gegen Linus ein und kürte sich vor den Augen von seiner Frau Sophie zum verdienten Sieger - die Freude gipfelte im Restaurant Hueb bei der Erkenntnis, dass Hamdi durch diesen Sieg viele ELO-Punkte erhalten wird (gem. ELO-Rechner 14.019 Punkte).

Im Doppel gab es einige schöne Ballwechsel anzuschauen. Dieses endete dann aber im finalen 5. Satz zu Gunsten der Gäste.

Die letzte Spielrunde ging teilweise rasch über die Bühne. Yannick hatte gegen den aus der zweiten Runde geschlagenen und wohl irritierten Linus alles im Griff und setzte sich mit einem klaren 3:0 durch. Jörg machte mit Hamdi mehr oder weniger kurzen Prozess und gewann ebenfalls 3:0. Gefühlt waren Yannick, Hamdi und mit den anderen Anwesenden in der letzten Runde fast nur Zuschauer vom Spiel von Dave vs. Tino. 

Dave zeigte sich in den ersten drei Sätzen spritziger und ging 2:1 in Führung. Danach folgte Dramatik pur und eine schon fast beschämende Serie von Netzrollern. Tino machte im 4. Satz einen aufgeweckten Eindruck und bis zum Stand von 10:3 alles richtig … nach einer 8-Punkteserie von Dave, geschuldet der zu lockeren Haltung von Tino, stand plötzlich 10:11 … what! Dave hatte also Matchball, welchen Tino abwehren konnte. Danach erfolgte eine Serie von unhaltbaren Netzrollern zum jeweils richtigen Zeitpunkt für Tino. Der vierte Satz ging dann mit 17:15 nach drei abgewehrten Matchbällen doch noch an den Lucky-Man aus Port (by the way: Dave ärgerte sich verständlicherweise über die Netzroller … aber andere & auch der Schreibende wären wohl "düredräit" wenn das ihnen so ergangen wäre. 

Von Urs Lüthi aufgestachelt für die mässige Leistung im 4. Satz, ging Tino konzentriert in den entscheidenden Satz und zeigte Dave wie man mit Netzrollern umzugehen hat. Verdientermassen hatte Dave im 5. Satz auch einmal einen "fast" tödlichen Netzroller. Der Lucky-Man aus Port setzte seine blitzschnelle Reaktion ein und konterte den Netzroller mit einem "around the net roller" in Fan Zhendong-Manier wie dieser einmal gegen Simon Gauzy. Danach folgte noch ein ähnlich anmutender Ballwechsel nach dem Idol vom the Lucky-Man (Michael Maze) und das Match war de facto entschieden. 

Zum Schluss resultierte ein faires 5:5 und Port III verabschiedete die Gäste mit erhobenem Haupt. 

Nach dem intensiven Match mussten entsprechend den neu geltenden Hallenbestimmungen noch zig Türen und Materialräume verschlossen werden und die Halle über die Notausgangstüre verlassen werden. Ansonsten hätte jemand von Port III in der Halle übernachten müssen, da der Schlüssel bekanntlich im Schlüsselkasten bleiben soll.

Da die erfrischende Dusche und noch mehr das nahezu obligate Bier nach dem Match ruft, fand Port III den Weg doch noch ins Restaurant Hueb, wo uns Richy trotz fortgeschrittener Zeit zufriedenstellend mit Essen verköstigte.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei Sophie als Zuschauerin und unserem Coach Urs Dingdong (Plagiat von Yannick 🙃)